Einstellungen für Binärdateien der Anwendung

Verwenden Sie diese Seite, um die Position und Verteilung der Binärdateien der Anwendung zu konfigurieren.

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Achtung: Wenn eine Anwendung aktiv ist, bewirkt die Änderung einer Anwendungseinstellung einen Neustart der Anwendung. In eigenständigen Servern wird die Anwendung nach dem Speichern der Änderung erneut gestartet. In Mehrserverprodukten wird die Anwendung erneut gestartet, wenn Sie die Änderung speichern und die Dateien auf dem Knoten, auf dem die Anwendung installiert ist, synchronisieren. Um zu steuern, wann die Synchronisation in Mehrserverprodukten stattfindet, wählen Sie auf der Seite mit den Konsoleinstellungen die Option Änderungen mit Knoten synchronisieren ab.

Position (vollständiger Pfad)

Gibt das Verzeichnis an, in dem die EAR-Datei installiert ist. Die Einstellung Position entspricht dem Feld Installationsverzeichnis für Anwendung in den Assistenten für die Anwendungsinstallation und -aktualisierung.

Standardmäßig wird eine EAR-Datei im Verzeichnis Profilstammverzeichnis/installedApps/Zellenname/Anwendungsname.ear installiert.

Die folgenden Einstelloptionen sind verfügbar:

Information Wert
Datentyp String
Einheiten Vollständiger Pfadname

Konfigurationsdaten in Binärformat verwenden

Gibt an, ob der Anwendungsserver die Bindung, die Erweiterungen und Implementierungsdeskriptoren aus dem Implementierungsdokument, der Datei deployment.xml (Standardwert) oder der EAR-Datei verwenden soll.

Standardmäßig (false) werden die Bindungen, Erweiterungen und Implementierungsdeskriptoren in der Datei deployment.xml verwendet. Wenn Sie Bindungen, Erweiterungen und Implementierungsdeskriptoren in der EAR-Datei verwenden möchten, aktivieren Sie diese Einstellung (true).

Die Einstellung Konfigurationsdaten in Binärformat verwenden entspricht dem Feld Binärkonfiguration verwenden in den Assistenten für Anwendungsinstallation und -aktualisierung. Wählen Sie diese Einstellung nur für Anwendungen aus, die auf Implementierungszielen der Version 6.x oder höher installiert sind.

Information Wert
Datentyp Boolean
Standardeinstellung false

Binäre Verteilung, Erweiterung und Bereinigung nach Deinstallation aktivieren

Gibt an, ob das Produkt die Binärdateien einer Anwendung während der Installation im Installationsverzeichnis entpackt und während der Deinstallation löscht. Standardmäßig ist die Anwendungsverteilung aktiviert. Die Binärdateien für installierte Anwendungen werden im angegebenen Verzeichnis entpackt.

In Einzelserverinstallationen werden die Binärdateien gelöscht, wenn Sie die Anwendung deinstallieren und die Änderungen in der Konfiguration speichern.
Anmerkung: Es ist nicht vorgesehen, dass das Attribut "Binäre Verteilung, Erweiterung und Bereinigung nach Deinstallation aktivieren" nach der Installation der Anwendung geändert wird. Sollte eine Änderung erforderlich sein, müssen Sie die Anwendung deinstallieren und mit einem neuen Wert für dieses Attribut installieren.

In Mehrserverinstallationen werden die Binärdateien gelöscht, wenn Sie die Anwendung deinstallieren und die Änderungen in der Konfiguration speichern und anschließend synchronisieren.

Sollten Sie diese Option inaktivieren, müssen Sie sicherstellen, dass die Binärdateien der Anwendung auf allen Knoten, auf denen die Anwendung ausgeführt wird, in den Zielverzeichnissen entpackt werden.

Wichtig: Wenn Sie diese Option inaktivieren und die Binärdateien der Anwendung nicht auf die Knoten kopieren und erweitern, werden beim späteren Speichern der Konfiguration oder bei einer manuellen Synchronisation die Binärdateien der Anwendung nicht automatisch verschoben.

Die Einstellung Binäre Verteilung, Erweiterung und Bereinigung nach Deinstallation aktivieren entspricht dem Feld Anwendung verteilen in den Assistenten für Anwendungsinstallation und -aktualisierung.

Information Wert
Datentyp Boolean
Standardeinstellung true

Dateiberechtigungen

Gibt Zugriffsberechtigungen für die Binärdateien installierter Anwendungen an, die im angegebenen Verzeichnis entpackt werden.

Für die Angabe von Dateiberechtigungen muss die Option Binäre Verteilung, Erweiterung und Bereinigung nach Deinstallation aktivieren ausgewählt sein.

Im Textfeld können Sie Dateiberechtigungen angeben. Einige der häufig verwendeten Dateiberechtigungen können auch durch Auswahl in der Mehrfachauswahlliste gesetzt werden. Wenn Sie eine Option in der Auswahlliste auswählen, werden die Dateiberechtigungen im Textfeld überschrieben.

Sie können in der Liste eine oder mehrere der folgenden Dateiberechtigungszeichenfolgen auswählen. Wenn Sie mehrere Optionen auswählen, werden die Zeichenfolgen kombiniert.

Tabelle 1. Gruppen mit Dateiberechtigungszeichenfolgen für Listenoptionen. Wählen Sie eine Listenoption aus, oder geben Sie im Textfeld eine Dateiberechtigungszeichenfolge an.
Option in der Mehrfachauswahlliste Definierte Dateiberechtigungszeichenfolge
Lesezugriff auf alle Dateien zulassen, aber keinen Schreibzugriff .*=755
Ausführung ausführbarer Dateien zulassen .*\.dll=755#.*\.so=755#.*\.a=755#.*\.sl=755
Lesezugriff auf HTML- und Bilddateien durch alle zulassen .*\.htm=755#.*\.html=755#.*\.gif=755#.*\.jpg=755
Anstatt die Mehrfachauswahlliste zum Festlegen der Dateiberechtigungen zu verwenden, können Sie im Textfeld eine Dateiberechtigungszeichenfolge angeben. Dateiberechtigungen verwenden eine Zeichenfolge, die das folgende Format hat.
Dateinamensmuster=Berechtigung#Dateinamensmuster=Berechtigung

Dateinamensmuster steht für einen Dateinamensfilter mit einem regulären Ausdruck (z. B. .*\\.jsp für alle JSP-Dateien), Berechtigung gibt die Datei-ACLs (Access Control Lists) an, und # ist das Trennzeichen, wenn Sie mehrere Einträge für Dateinamensmuster und Berechtigung angeben. Wenn # ein Zeichen in einer Zeichenfolge vom Typ Dateinamensmuster ist, verwenden Sie stattdessen \#.

Wenn mehrere Dateinamensmuster und Dateiberechtigungen in der Zeichenfolge einem Uniform Resource Identifier (URI) in der Anwendung entsprechen, verwendet das Produkt die restriktivste Dateiberechtigung für die Datei. Wenn die Zeichenfolge für die Dateiberechtigungen beispielsweise .*\\.jsp=775#a.*\\.jsp=754 lautet, dann hat die Datei abc.jsp die Dateiberechtigung 754.

Bewährtes Verfahren Bewährtes Verfahren: Wenn Sie reguläre Ausdrücke für Dateiabgleichmuster verwenden, wird die gesamte Zeichenfolge des URI mit dem angegebenen Dateiberechtigungsmuster verglichen. Gemäß Definition in der API für Java-Programmierung müssen Sie bei der Verwendung regulärer Ausdrücke präzisere Abgleichmuster verwenden. Beispiel: Das folgende Verzeichnis und die folgenden Datei-URIs werden während einer Operation für Dateiberechtigungen verarbeitet. best-practices
Tabelle 2. Beispiel-URIs für Dateiberechtigungsoperationen. Die Ergebnisse finden Sie im Anschluss an diese Tabelle.
Nummer Beispiel-URI
1 /opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war
2 /opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war/MyJsp.jsp
3 /opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war/META-INF/MANIFEST.MF
4 /opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war/WEB-INF/classes/MyClass.class
5 /opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war/mydir/MyClass2.class
6 /opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war/META-INF

Die Ergebnisse der Dateimustererkennung sind wie folgt:

Wenn Sie ein Verzeichnisnamensmuster für Dateiberechtigungen angeben, wird die Verzeichnisberechtigung basierend auf dem angegebenen Wert gesetzt. Andernfalls ist der für das Verzeichnis definierte Wert von Dateiberechtigungen derselbe wie für den übergeordneten Eintrag. Angenommen, Sie haben die folgende Datei- und Verzeichnisstruktur:
/opt/WebSphere/profiles/AppSrv01/installedApps/MyCell/MyApp.ear/MyWarModule.war/MyJsp.jsp
Jetzt geben Sie die folgende Zeichenfolge für das Dateimuster an:
.*MyApp.ear$=755#.*\.jsp=644
Die Ergebnisse der Dateimustererkennung sind wie folgt:
  • Das Verzeichnis MyApp.ear wird auf 755 gesetzt.
  • Das Verzeichnis MyWarModule.war wird auf 755 gesetzt.
  • Das Verzeichnis MyWarModule.war wird auf 755 gesetzt.
Bewährtes Verfahren Bewährtes Verfahren: Verwenden Sie unabhängig vom Betriebssystem stets einen Schrägstrich (/) als Dateipfadtrennzeichen in Dateimustern. best-practices

[Windows] Auf Windows-Plattformen kann die Definition der Leseberechtigung für eine Datei nicht aufgehoben werden. Bei den POSIX-Berechtigungsbits ist das Bit für die Leseberechtigung für eine Datei 4, das Bit für Schreibberechtigung 2 und das Bit für Ausführungsberechtigung 1. Deshalb ist die Berechtigung einer Datei auf einer Windows-Plattform entweder 5 oder 7. Im POSIX-Stil gibt es außerdem die Berechtigungen user, group und world. Nur auf Windows-Plattformen können Sie die Berechtigung user für eine Datei festlegen. Die Berechtigungsbits group und world werden ignoriert.

Die hier angegebenen Zugriffsberechtigungen gelten für die Anwendungsebene. Sie können auch Zugriffsberechtigungen für die Binärdateien von Anwendungen in der Konfiguration auf Knotenebene angeben. Die Dateiberechtigungen auf Knotenebene geben die maximalen (tolerantesten) Berechtigungen an, die Binärdateien für Anwendungen erteilt werden können. Die hier angegebenen Zugriffsberechtigungen auf Anwendungsebene können nur dieselben wie auf Knotenebene oder noch restriktiver sein.

Diese Einstellung entspricht dem Feld Dateiberechtigung in den Assistenten für Anwendungsinstallation und -aktualisierung.

Information Wert
Datentyp String

Build-Version der Anwendung

Gibt eine nicht editierbare Zeichenfolge an, die die Build-Version der Anwendung bezeichnet.

Information Wert
Datentyp String


Dateiname: urun_rapp_appbin.html